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Die zweite Januarhälfte ist die Zeit des hysterischen, ungläubigen Kicherns. Erst kichert ein Mitglied des Teams der Goldenen Blogger, dann kommt ein Posting in unserer Facebook-Orga-Gruppe oder ein Team-Telefonat – und auch den Mündern der anderen erklingt hochtöniges Absurditätslachen.

Seit vier Jahren ist das so, seit jenem Zeitpunkt, da wir mit den Goldenen Bloggern aus Düsseldorf nach Berlin zogen. Vorher waren wir eine bizarre, winzige Veranstaltung, die im Wohnzimmer von Franziska Bluhm startete und dann in den Vintage-Modeladen Elementarteilchen gewechselt war.

Doch mit diesem Umzug änderte sich viel. Wir mussten ernsthafter werden, suchten Sponsoren um die Nominierten nach Berlin einladen zu können – und mit einem Mal waren die Medien da.

So erlebten wir bei jeder Ausgabe im Basecamp in Berlin-Mitte mindestens einen solcher Kicher-Momente. Zum Beispiel, als erstmals über 300 Menschen sich angemeldet hatten. Als Unternehmen mit großen Namen uns unterstützen wollten.

In diesem Jahr bedanken wir uns übrigens bei:

Als Mats Hummels uns ein Dankesvideo schickte. Oder als die Tagesthemen und heute über uns berichteten.

Auch in diesem Jahr gab es solche Szenen, verraten kann ich sie aber noch nicht, denn sie spielen eine Rolle für die Verleihung in diesem Jahr, die morgen, Montag (28.1.19), um 19 Uhr im Basecamps Berlin steigt.

Das ist ja einer der Gründe, warum wir vier uns diesen Tort antun: Wir wollen überrascht werden von dem, was wir selbst einst als Witz in die Welt gesetzt haben – und das nun so vielen Menschen Freude bereitet.

Was diesmal anders sein wird

Allerdings wird in diesem Jahr auch einiges anders sein. Die größte Neuerung ist die Goldene Blogger Akademie. Großer Name, klar, auch ein wenig ironisch gemeint. Unter diesem Dach möchten wir alle ehemaligen Sieger aus 12 Jahren versammeln, die Lust haben, einmal im Jahr Jury zu sein. Sie entscheiden per Onlinevoting über einen Teil der Kategorien.

Leider haben wir nicht alle Ex-Sieger erreichen können, manche Mailadresse funzte nicht mehr, andere sind komplett verschollen. Sollte jemand in diese Rubrik fallen, würden wir uns über eine Nachricht sehr freuen.

Rund 30 ehemalige Gewinner aber sind dabei. Das klingt erstmal schon gut, ist aber immer noch eine recht geringe Zahl. Und je geringer diese Zahl, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass es gleich viel Stimmen für mehrere Nominierte gibt {erst recht, wenn die Shortlist nur 3 Namen enthält).

Wie sollen wir damit umgehen?

Wir haben uns dazu entschieden, zumindest in diesem Jahr mehrere Sieger zuzulassen. Glücklicherweise ordern wir immer ein, zwei Statuen mehr als wir brauchen…

Was sich wohl nie ändern wird

Damit sind wir auch bei dem, was sich vielleicht nie ändern wird: das Verständnis für unseren Vergabemodus.

Zum einen hat sich Onlinevoting als Instrument der Publikumsmeinung so dermaßen in die Hirne gebrannt, dass es als gegeben angenommen wird. Onlinevotings sind ja auch nicht schlecht, haben aber zwei Nachteile. Zum einen sind sie manipulierbar, sowohl technisch als auch durch die schiere Masse von Fans. Würden wir einen Youtuber nominieren und online über seine Kategorie abstimmen lassen, wäre das Ergebnis klar. Wir möchten zum anderen einen gewissen Qualitätscharakter in der Abstimmung halten. Und genau der fällt dann eben bei Onlinevotings schnell weg, weil die Menschen, die uns zusehen sich eben nicht sonderlich intensiv mit den Nominierten auseinandersetzen können.

Deshalb wird eben nur EIN TEIL der Kategorien über diesen Weg vergeben. Ein WEITERER TEIL wird über den Applaus im Saal entschieden. Klar, das ist immer ein wenig unfair. Doch sind solche Elemente nötig, um die Menschen, die im Basecamp in jedem Jahr mit dem minütlich sinkendem Sauerstoffanteil in der Luft ringen, vor der Ohnmacht zu bewahren. Der letzte TEIL der Kategorien wird schließlich über die Akademie vergeben.

Das ist zugegebenermaßen ungewöhnlich – aus unserer Sicht aber der beste Weg, um Entertainment und Qualität auszubalancieren. Und weil es ungewöhnlich ist, realisieren viele Nominierte und Medien das Vergabeverfahren nicht und gehen grundsätzlich von einem Onlinevoting aus.

Mehr noch: Es ist anscheinend höchst ungewöhnlich, wenn Preisträger nicht vor der Verleihung feststehen. So sagte uns ein Medienvertreter ab, weil wir ihm die Sieger nicht Tage vorher nennen konnten. Gut, diese Person möchte planen. Aber andererseits: Über die Oscars oder die Golden Globes könnte jener Mediale dann nicht berichten. Ich persönlich finde das Vorgehen befremdlich, gerade in diesen Tagen, da so viel über Ethik und Medien diskutiert wird.

Wio kann ich die Goldenen Blogger sehen?

Live im Basecamp: Dafür muss man sich jedoch vorab auf der Event-Seite registrieren. Über 400 Personen haben das bereits getan und das bedeutet: Selbst bei der in Berlin üblichen, hohen No-Show-Rate wird es wieder sehr, sehr eng werden.

Deshalb die Bitte: Kommt früh!

Die andere Möglichkeit ist natürlich der Livestream. Den gibt es einerseits auf der Homepage des Bascamps unter diesem Link oder aber hier auf Facebook:

Um 19 Uhr geht es los. Für alle, die im Livestream dabei sein: Leider müssen wir während unseres Musikacts den Sound ausschalten – wir haben Angst, dass Facebook dies sonst automatisiert tut.

Am Ende wird uns dies egal sein. Und dieses Ende, das wird besonders – entweder unheimlich emotional, oder unheimlich peinlich. Höchst wahrscheinlich aber eines von beiden…

Schaut mal rein, wir würden uns freuen – auch wenn ihr unseren Präsenzen auf Facebook und Twitter folgt und selbst was schreibt mit dem Hashtag #GoldeneBlogger.


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